Redmi Note 7 – Viel Smartphone für wenig Geld

Redmi Note 7 – Viel Smartphone für wenig Geld

10. März 2019 0 Von Marco Kammradt

Es gibt immer bessere Smartphones für immer weniger Geld. Das Redmi Note 7 ist mit einem Preis von 200 € definitiv ein günstiges Smartphone, aber ist es auch wirklich gut?

Der erste Eindruck zählt

Im Redmi Note 7 sind Glas, Metall und Plastik verbaut. Die Plastikrückseite tarnt sich allerdings sehr gut, denn sowohl vom Aussehen als auch vom Gefühl in der Hand würde man hier auf eine Glasrückseite tippen. Außerdem ist der Farbverlauf auf jeden Fall ein Hingucker. Die Verarbeitung insgesamt stimmt und das Redmi Note 7 führt sich auf jeden Fall wertiger an, als man das von einem 200 € Smartphone erwarten würde.

Zum Schutz des Handys liefert Xiaomi das Redmi mit einem Clear Case aus.

Auch der zweite Blick kann überzeugen

Wenn es um die inneren Werte geht, enttäuscht das Redmi Note 7 nicht. Es kommt mit einem Snapdragon 660 mit der Adreno 512 und 4 oder 6 GB Arbeitsspeicher, je nach Variante, daher. Der interne Speicher ist mit 64 GB auch nicht zu knapp gemessen. Sollte man doch noch mehr Platz für Bilder oder Filme benötigen, kann man den Speicher mit einer Micro-SD-Karte erweitern.

Wer allerdings zwei SIM-Karten in das Redmi Note 7 einlegen möchte, muss auf die Speichererweiterung verzichten.

Klarer Blick auf über 6 Zoll

Das Redmi Note 7 kommt mit einem 6,3 Zoll großen LCD. Die maximale Helligkeit und die Blickwinkel sind für ein Smartphone in dieser Preisklasse absolut in Ordnung. Im alltäglichen Gebrauch reicht der FullHD Bildschirm vollkommen aus. Die Farben sind satt und kräftig und so lassen sich Inhalte auf dem 19,5:9 Display sehr gut betrachten.

Der untere Rand ist allerdings noch sehr deutlich, aber dafür gibt es am oberen Rand nur eine kleine Tropfen-Notch.

Wer gern die Funktion des Always-On-Displays nutzt, wird zwar in den Einstellungen über die Suche diesen Menüpunkt finden, aber die eigentlich Funktion ist auf dem Redmi Note 7 nicht vorhanden. Dafür gibt es aber unterhalb des Bildschirms eine Benachrichtigungs-LED.

Geben und Nehmen

Das man auf die ein oder andere Sache in einem 200 € Smartphone verzichten muss, ist wohl von vornherein klar. So gibt es hier kein NFC für mobiles Bezahlen, ein IP-Rating für den Wasserschutz und kein kabelloses Laden.

Auf das LTE-Band 20 muss man hier leider auch verzichten.

Dafür bekommt man aber einen 4000 mAh Akku, der locker durch einen ganzen Tag reicht. Dieser Akku lässt sich, dank Quick Charge 4.0, auch schnell wieder aufladen.

Allerdings muss ich sagen, dass ich von einem 4000 mAh Akku, einem FullHD Bildschirm und einem Snapdragon 660 noch etwas längere Akkulaufzeiten gewünscht hätte. Im alltäglichen Gebrauch sollte diese Kapazität allerdings mehr als genug sein.

Außerdem gibt es hier noch ein FM Radio, welches in Kombination mit kabelgebundenen Kopfhörern benutzt werden kann. Das spart Datenvolumen und man kann trotzdem Musik hören. Außerdem bedeutet das, dass es hier einen Klinkenanschluss gibt. Ohne Kopfhörer muss man hier allerdings mit einem Monolautsprecher auskommen.

Was man mittlerweile kaum noch in Smartphones findet ist der Infrarot Port, aber im Redmi Note 7 gibt es den Infrarot Port noch.

Top-Kamera für Fotos

In dem relativ großen Kamerahuckel sind die 48 MP Haupt- und 5 MP Tiefenkamera verbaut. Die Bilder des Redmi Note 7 sind allerdings keine 48 MP Bildern, sondern diese werden auf 12 MP Bilder heruntergerechnet. Somit erhält man brillante, scharfe Bilder mit sehr vielen Details und großem Dynamikumfang. Die Kamera ist definitiv ein Highlight des Redmi Note 7. Die 5 MP Tiefenkamera sorgt dann noch für akzeptable Bilder mit dem Bokeh- / Portrait-Effekt.

Für Videos steht leider keine mechanische Stabilisierung zur Verfügung und so muss man sich mit der elektronischen Stabilisierung begnügen, die aber für einen sehr starken Jello-Effekt sorgt. Die maximale Auflösung für Videos beträgt hier auch nur 1080p.

Die Frontkamera ist mit 13 Mp bestückt und produziert ebenfalls sehr gelungene Bilder. Die Bilder der Frontkamera verfügen über einen guten Dynamikumfang und sind gestochen scharf. Für Selfies sollte man hier allerdings den Beauty-Modus deaktivieren, da sonst viele Details verloren gehen.

Videos können in 1080p aufgenommen werden und auch hier muss man auf eine Videostabilisierung verzichten.

MIUI bleibt Geschmackssache

Das hier Android 9 auf dem Redmi Note 7 läuft ist positiv, allerdings in der angepassten Version MIUI 10.2. Nicht jeder wird sich mit dieser Variante von Android wohlfühlen und so ist es gut, dass man viele Anpassungen vornehmen kann. So kann man mit einem eigenen Launcher die ganze Interaktion mit dem Smartphone verändern.

Apps und Spiele laufen auf dem Redmi Note 7 sehr flüssig und sogar grafisch intensive Spiele funktioniert problemlos, solange man nicht die maximalen Einstellungen verwendet.

Die Gestensteuerung funktioniert zufriedenstellend, wenn auch manchmal ein wenig hakelig.

Fazit zum Redmi Note 7

Es ist schon erstaunlich was man mittlerweile alles für rund 200 € an Smartphone bekommt. Zwar muss man auf ein paar Sachen verzichten, wie NFC, IP-Rating oder kabelloses Laden, aber diese Sachen sind nicht jedem wichtig.

In der Vergangenheit war es gerade die Kamera, bei der man zurückstecken musste. Die Kamera beweist aber das Gegenteil. Die Bilder aus dieser Kamera können auf jeden Fall überzeugen und auch die Performance im normalen Alltag stimmt beim Redmi Note 7.

Somit ist das Redmi Note 7 für mich auf jeden Fall eine Kaufempfehlung wert.