Die Mavic Air ist klein und kommt doch hoch hinaus

Die Mavic Air ist klein und kommt doch hoch hinaus

19. Januar 2019 0 Von Marco Kammradt

Die Mavic Air ist eine kleine kompakte Drohne, die viel mehr bietet, als man auf den ersten Blick erkennt. DJI ist einer der bekanntesten Hersteller, wenn es um Drohnen geht und mit der Mavic Air bietet DJI die perfekte Reisedrohne an.

Klein, praktisch, gut

Vom allerersten Moment an fällt auf, wie unglaublich klein die Mavic Air im zusammengefalteten Zustand ist. Was DJI vor ein paar Jahren mit der ersten Mavic eingeführt hat, ist mit der Mavic Air perfektioniert worden. Durch den Faltmechanismus, ist die Mavic Air sogar kleiner als die Einsteigerdrohne Trello von DJI. Die Grundfläche ist dabei nicht größer als ein 6 Zoll Smartphone. Auch die dazugehörige Fernbedienung verfügt über einen Faltmechanismus und ist in der Größe der Drohne sehr ähnlich. Egal ob in einem Kamerarucksack, einer Umhängetasche oder notfalls auch in der Jackentasche findet diese Drohne Platz. Man kann die DJI Mavic Air also eigentlich überall mit hinnehmen.

Schnell einsatzbereit

Man muss jetzt aber nicht fürchten, dass man besonders lange braucht, um die Mavic Air startklar zu bekommen. Mit einigen wenigen Handgriffen ist die Drohne auseinandergefaltet und eben so schnell hat man die Fernbedienung einsatzbereit gemacht.

Die Fernbedienung nutzt zur Kommunikation mit der Drohne dafür ein verstärktes WLAN-Signal. Sobald die Verbindung zwischen Drohen und Fernbedienung steht, kann es auch schon losgehen. Die App bietet dabei direkt Funktionen an, die das Steuern der Drohne vereinfachen, was gerade Anfängern entgegen kommt.

Auch für Anfänger geeignet

So bietet die App eine Startfunktion an, die die Drohne abheben lässt und mit Abstand von einen Meter über dem Boden schweben lässt. Nun kann man mit den Joysticks die Mavic Air auch schon los sausen lassen. Wer sich damit nicht wohlfühlt, kann auch den Anfängermodus aktivieren, der den Radius der Drohne auf 30 Meter begrenzt und das Tempo stark drosselt.

Die meisten Anfänger werden sich aber auch im normalen Modus wohlfühlen. Die Drohne reagiert zuverlässig auf die Joystickbewegungen und je nachdem wie stark man den Joystick bewegt, so bewegt sich auch die Drohne. So kann man mit sanften Bewegungen, sehr genaue Flugmanöver durchführen oder die Drohne durch schnelle Bewegungen zügig die Richtung wechseln lassen.

Schneller als die Polizei erlaubt

Nun gut, die Polizei wird an dem Tempo der Mavic Air nichts auszusetzen haben, aber aktiviert man den Sportmodus, ist die Mavic Air zu beeindruckenden Geschwindigkeiten in der Lage. Währenddessen die Drohne im normalen Modus mit ca. 45 km/h unterwegs ist, schafft sie im Sportmodus 75 km/h. Für den Sportmodus sollte man sich schon einigermaßen wohlfühlen, denn das ist noch einmal ein ganz anderen Fluggefühl. Währenddessen die Mavic Air im normalen Modus aus voller Geschwindigkeit so gut wie sofort zum Halt kommt, gibt es im Sportmodus sogar einen gewissen Bremsweg. Dessen sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein.

Auf Sicherheit getrimmt

Die Mavic Air ist aber auch in der Lage gefährliche Situationen zu vermeiden. Im normalen Flugmodus kann die Mavic Air verschiedene Sensoren nutzen, um Hindernisse zu erkennen. Je nach Einstellung bleibt die Drohne dann vor dem Hindernis stehen oder kann es auch eigenständig umfliegen. Trotzdem sollte man immer Blickkontakt zur Drohne halten, denn eine Garantie sind diese Sensoren nicht. So gibt es Sensoren vorn, hinten und unten. Im Seitwärtsflug gibt es also nichts, was die Drohne vor einem Hindernis schützt.

Kreative Aufnahmen auch für Anfänger

Eine Funktion, die ebenfalls diese Sensoren nutzt, um nicht im nächsten Baum hängen zu bleiben, sind die sogenannten Quickshots. Dabei handelt es sich um vorprogrammierte Flugmanöver, die es gerade Anfängern leichter machen schöne Sequenzen aufzunehmen. So fliegt die Drohne in verschiedenen Mustern um ein ausgewähltes Motiv und erstellt währenddessen einen Videoclip.

Steuern ohne Fernbedienung

Die Mavic Air lässt sich nicht nur mit der Fernbedienung steuern, sondern kann auch direkt vom Smartphone aus gesteuert werden. Hier sind präzise manuelle Flugmanöver allerdings deutlich schwieriger und daher sind die Quickshots hier besonders praktisch. Außerdem kann man die Drohne auch mit Gesten steuern und die Bewegungen erinnern dabei stark an Jedi-Tricks. Sinnvolle Flugmanöver sind so allerdings kaum möglich und daher taugt diese Funktion eher als Partytrick.

WiFi nicht immer die beste Verbindung

Die Mavic Air nutzt als Verbindung zur Fernbedienung ein verbessertes WLAN-Signal. Leider ist dies nicht immer ganz zuverlässig. So kommt es manchmal zu Verbindungsabbrüchen zwischen Drohne und Smartphone. Ohne diese Verbindung geht das Videosignal verloren und eine präzise Steuerung wird so deutlich erschwert. Die Verbindung zwischen Fernbedienung und Drohne selbst, ist dabei wesentlich stabiler und bricht erst bei sehr großen Entfernungen und starken Störsignalen ab. Der Wechsel des WiFi-Kanals kann manchmal Abhilfe leisten, dennoch bleibt WiFi nicht die ideale Lösung zur Verbindung zwischen Drohne und Fernbedienung. Hier bleibt zu hoffen, dass in der nächsten Version auf Ocsusync umgestiegen wird.

Fazit zur Mavic Air

Mit der kompakten Größe und der einfachen Handhabung ist die Mavic Air eine perfekte Einsteigerdrohne. Die sehr gute Bildqualität und das leichte Erstellen von beeindruckenden Sequenzen macht, die Drohne genauso für den Profibereich interessant. Natürlich ist auch hier das kleine Format ein großes Plus.

Die Mavic Air ist somit eine hervorragende Profi-Einsteiger-Drohne.