bq Aquaris C – Einsteigersmartphone mit Besonderheiten

bq Aquaris C – Einsteigersmartphone mit Besonderheiten

21. Oktober 2018 0 Von Marco Kammradt

Das Aquaris C ist das günstigste Smartphone was ich bisher getestet habe und mit 170 € handelt es sich hier auf jeden Fall um ein Einsteigergerät. Aber jetzt will ich gar nicht so sehr auf den Preis schauen, sondern was das Aquaris C alles kann.

Passt bequem in eine Hand

Was beim Aquaris C als erstes auffällt es ist ein überraschend handliches Gerät. Mit seinem 5,45 Zoll großen LCD passt es bequem in eine Hand. Die Ränder an den Seiten sind zwar nicht so minimalistisch, wie bei vielen anderen 2018er Smartphones, aber dick auftragen tun diese Ränder auch nicht.

Die Ränder oben und unten sind symmetrisch und damit ist das Aquaris C eines der wenigen Smartphone im Moment ohne Notch. In meinem Unboxing Video hatte ich schon das etwas verlorene Logo im Bereich des Kinn angesprochen. Ich finde es wirkt etwas deplaziert und man hätte lieber drauf verzichten sollen.

Im Unboxing Video fühlte sich die Rückseite kühl an und so dachte ich es würde sich vielleicht um Metall handeln, aber diese Hoffnung hat sich schnell zerschlagen. Es handelt sich hier um eine Plastikrückseite, was in dem Preisbereich aber vollkommen in Ordnung ist. Trotz Plastikrückseite gibt es hier aber kein kabelloses Laden.

Die Vorder- und Rückseite werden von einem Metallrahmen eingefasst, was dem Aquaris C ein sehr solides Gefühl in der Hand gibt. Auch sind die Ränder so abgerundet, dass es sehr gut in der Hand zu halten ist.

Klingt nicht überragend

Unten ist dann auch der Mono-Lautsprecher, ein USB-C Anschluss und ein Klinkenanschluss verbaut. Der Mono-Lautsprecher kann leicht verdeckt werden und klingt auch nicht sonderlich gut, aber was will man hier auch erwarten. Für das gelegentliche Spielen oder Video schauen genügt er. Und wer besseren Sound möchte, sollte auch den Klinkenanschluss zurückgreifen.

Der USB-C Anschluss kann zum schnellen Laden per Quick Charge 3.0 genutzt werden. Der 3000 mAh Akku ist somit schnell wieder aufgeladen. Allzu oft müsst ihr den Akku aber gar nicht laden. Ich kam immer wieder auf mehr als 8 Stunden ScreenOn Time, was für die meisten Nutzer eine Akkulaufzeit von mindestens zwei Tagen bedeuten sollte. Der große Akku in Verbindung mit der verbauten Hardware ist hier ein echter Ausdauerläufer.

Hardware am unteren Ende

Schauen wir also einmal auf die hier verbaute Hardware. Da hätten wir einen Snapdragon 425 mit Adreno 308 und 2 GB Arbeitsspeicher. Außerdem löst der 5,45 Zoll große LCD mit 720p auf. Das sind alles gute Voraussetzungen für einen sparsamen Umgang mit dem Akku.

Zugleich bedeutet es aber auch, dass dieses Gerät nicht für den anspruchsvollen Nutzer gebaut ist. Ich habe in meinem Test festgestellt, dass hier alles eher für den gemütlichen Nutzer gemacht ist.

Die Animationen im System laufen eher langsam ab, Apps brauchen eine gewisse Zeit bis sie starten und alles fühlt sich einfach etwas langsamer an.

Der Fingerabdrucksensor ist dafür ein gutes Beispiel. Der gehört auch auf jeden Fall zur gemütlichen Sorte. Nachdem man den Finger auf dem Sensor platziert hat, vergeht eine gefühlte Ewigkeit bis das Aquaris C entsperrt ist.

Der Bildschirm wird zwar noch relativ hell, aber die Farben sind eher etwas gedämpft und die Blickwinkel sind nicht sonderlich gut. Auch wenn man hier mit bloßem Auge keine Pixel erkennen kann, merkt man das 295 ppi einfach nicht so scharf sind, wie man das vor höher auflösenden Bildschirmen kennt.

Software fast wie von Google

Auf dem Aquaris C läuft Android 8.1 und dabei handelt es sich praktisch um ein Stock Android. Hier sind kaum Veränderungen zu erkennen. Nur die Kamera App, die bq On App (die nur versucht einem eine Versicherung zu verkaufen) und der Launcher von bq sind extra. Der Launcher erinnert aber stark an den Google-Now-Launcher. Außerdem verspricht bq ein Upgrade auf Android Pie. Wann dieses Update erfolgen soll, ist aber noch nicht bekannt.

Nur für den gelegentlichen Schnappschuss

Wichtig in jedem Smartphone sind heutzutage die Kameras, egal in welchem Preissegment man unterwegs ist. Natürlich darf man nicht zu viel von diesem Kameras erwarten und so bin ich auch an den Test gegangen. Die 13 MP Kamera mit einer Blende von f/2.0 macht aber ganz brauchbare Fotos. Der Dynamikumfang ist auch mit HDR nicht überragend, aber man kann ganz schöne Bilder produzieren. Viele Modi bietet die Kamera aber nicht. Neben der Kamera Automatik gibt es noch einen Panorama Modus und einen manuellen Modus., der dann Kontrolle über Weißabgleich, ISO und Verschlusszeiten gibt. Es ist schön, dass das dabei ist, aber unheimlich viel wird man auch damit nicht aus der Kamera holen und die meisten sind mit dem Automatik-Modus auch besser dran. Videos sind hier auch nur in 1080p möglich, allerdings ohne Videostabilisierung.

Etwas was in der bq Kamera App schon jetzt enthalten ist, ist Google Lens. Das ist für viele Kameras App versprochen, aber bisher kaum von Herstellern integriert worden.

Bei der Frontkamera handelt es sich um eine 5 MP Kamera, die noch für ein schnelles Selfie bei guten Lichtbedingungen herhalten kann, aber sonst lieber nicht zum Einsatz kommen sollte. Auch wenn hier ein Blitz verfügbar ist, rettet dieser meiner Meinung nach die Bilder auch nicht. Aber das ist auf jeden Fall etwas, was man nicht in jedem Smartphone sieht.

Die Kamera sind also nicht überragend, aber auch hier möchte ich an den Preis von 170 € erinnern. Ich finde dafür schlägt sich die rückseitige Kamera sehr gut und mehr hatte ich definitiv nicht erwartet.

Was man selbst in teuren Smartphone nicht findet

Etwas was man auch in deutlich teureren Smartphone nicht immer bekommt ist NFC, das ist allerdings im Aquaris C vorhanden. Dass heißt mobiles Bezahlen ist hiermit tatsächlich möglich.

Außerdem könnt ihr hiermit auch Radio nutzen und so euren Mobilfunktarif schonen und trotzdem Musik unterwegs hören.

Man erhält allerdings nur 16 GB internen Speicher, was heutzutage wirklich wenig ist. Dieser lässt sich aber mit einer SD-Karte erweitern. Satt der SD-Karte könnt ihr aber auch eine zweite SIM-Karte einlegen.

Fazit zum Aquaris C

Das Aquaris C ist auf jeden Fall nichts für jemanden der ständig an seinem Smartphone hängt, anspruchsvolle Spiele spielen will oder sändig Fotos mit seinem Handy macht. Das Aquaris C ist mehr für denjenigen der nicht viele Apps nutzt, nicht erwartet das sein Smartphone immer die schnellsten Reaktionen beweist und eine lange Akkulaufzeit haben möchte.

Es ist eben ein 170 € Smartphone was grundsätzlich alle Aufgaben einen Smartphones erfüllt, das aber eben eher in einem gemütlichen Tempo.